14 / Die Identität Europas in der GegenwärtigenWelt VI
Das Problem des Anderen-Fremden

19 – 24 September 2007        Send to printer


Course directors

Sulejman Bosto, University of Sarajevo, Bosnia and Herzegovina
Goran Gretić, University of Zagreb, Croatia
Aljosa Mimica, University of Arts, Belgrade, Serbia
Oswald Schwemmer, Humboldt University of Berlin, Germany
Jan Such, University of Poznań, Poland
Jerome Vaillant, University of Lille, France
Mirjana Vrhunc, Humboldt University of Berlin, Germany


Course description:

Die Andersheit des Anderen. Fremderfahrung undl Selbstverstandnis Das Thema dieser Tagung ist eine Auseinandersetzung mit der Andersheit des Anderen aus der Perspektive der Fremderfahrung und des Selbstverständnisses. Das Fremde war in verschiedenen Gesellschaften und historischen Epochen schon immer ein Phänomen der Projektion und Konstruktion gewesen. Die Bedrohung und Ausschlieûung, die ausgemachte Vertrautheit und Aneignung, die Angst und die Anziehungskraft sind Phänomene der lebensweltlichen Erfahrungen und Deutungsmuster in der abendländischen Geschichte van den griechjschen Mythen bis in die Gegenwart. Die Fremdheit des Anderen begegnet uns in verschiedenen Formen und Lebensbereichen. Eine einheitliche Theorie des Anderen und Fremden scheint schwer erreichbar. Die Wahrnehmung des Anderen findet in einer Welt der gelaeten, geformten und formulierten Erfahrung statt. Aber diese Erfahrung entsteht zunachst in unserem eigenen vo Leibe, der in allen anderen Bereichen des Handels, des Denkens und des Lebens ßberhaupt stets anwesend ist. Der Leib kann ein Feld fßr die VerkÜrperung van Vorurteilen sein wie auch eine gelebte Instanz des Einspruchs gegen die Glättungen unserer expliziten Selbst- und Weltinterpretation. Die leibhaftige Begegnung mit dem Anderen vermag das Klischee zu durchbrechen, das unsere Vorstellungen in uns erzeugt haben. Sie vollzieht sich als ein - auch wahrnehmungs- und kulturgeschichtlich geprägtes - Geschehen, das uns fßr die Andersheit des Anderen und fßr seine Fremdheit Üffnet und dadurch unsere Orientierung auf den Anderen und an ihm fundiert. In dem Seminar werden verschiedene Ansätze einer Theorie und Praxis, die von einer Phänomenologie der Leiblichkeit bis hin zu symbol - und kulturtheoretischen Konzeptionen der Fremderfahrung reichen, diskutiert werden. Die Auseinandersetzung mit dem Phänamen des Fremden und des Eigenen wird in den nächsten Jahren in einigen weiteren Veranstaltungen fortgesetzt.


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